Mein eigenes Kochmesser

Und wieder hat Sabine die Schuld. Erst die Idee, in der Gastronomie wegen eines Praktikums anzufragen, ( was daraus geworden ist gibts unter Praktika ) jetzt die Idee mit dem Schmiedekurs. Tolles Geschenk!

Die Museumsschmiede in Beckedorf bietet Kurse an. Dort kann Mann unter fachkundiger Anleitung sein eigenes Messer schmieden.
Kein Problem, ein wenig das Eisen wärmen, ein bisschen schmieden, schleifen, Griff dran – FERTIG ….

Jooo, wie in der Profiküche hat auch hier die Arbeit nix mit den Bildern im Netz oder im Kopf zu tun. Nach einer halben Stunde mit dem Kilohammer habe ich das Gefühl, das mir der rechte Arm nicht mehr gehorcht. Die Zange in der linken Hand will auch nicht so, wie ich will. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt die Klinge endlich in Form.
Jetzt geht es ans Schleifen. Die Schneide soll 0,5 mm haben. Ist es mehr bekommt man es nicht scharf geschliffen, ist es weniger wird es beim Härten die Schneide verbrennen…
Zum Glück habe ich schon zuhause ein Muster aus Holz gebaut und den Rohling vorbereitet. Sonst wäre ich am ersten Tag nicht bis zum Härten gekommen. Macht also Sinn, wenn man gut vorbereitet ist. Mein Kursleiter nimmt die Klinge nach dem Härten mit nach Hase. Dort wandert sie für 3 Stunden bei 175 Grad zum Anlassen in den Ofen.

Tag 2 beginnt mit dem betrachten der Klinge und lauschen ob sie klingt. Das helle Pingggg hört sich gut an. Jetzt nur? noch der Feinschliff, die Griffmontage, das bearbeiten des Griffes bis er perfekt in meiner Hand liegt und das schärfen der Schneide.
Denkste… Die Feinbearbeitung 6 Stunden und das schärfen 3 Stunden.
Ich merke die Zeit garnicht, bin voller Adrenalin und Zufriedenheit.

Marcus und Olav, ganz lieben Dank für die fachkundige Hilfe bei dieser Herausforderung.

Hier ist der Link zum Video:

Veröffentlicht von

Thorben Pastler

Kochen, genießen, ist ein Teil von mir - ist ein Teil meines Lebens...