Steak House an der Lesum

Gourmetplatte
Soße und Currybutter
Krautsalat

Donnerstag, 10.Januar 2019. Wir haben für 18:30 Uhr reserviert.
Das Restaurant ist barrierefrei, in den ersten Stock führt ein sauberer Fahrstuhl. Der erste Eindruck ist die Begrüßung und der Blick ins Restaurant. Hmmm, passt irgendwie nicht zusammen. Die Kleidung vom Service steht in starkem Kontrast zu den mit weissen Tischdecken eingedeckten Tischen. Jeanshose mit Löchern, Pulli und Latschen mögen modern sein, haben aber in einem Restaurant mit Anspruch nichts zu suchen. Die Ansprache war okay, die Frage nach der Reservierung wurde auf ein Tisch für 2 Personen reduziert. Der Name spielte keine Rolle.
Dann hieß es freie Auswahl … Ist okay, kann man so machen, passt aber nicht zu den weissen Tischtüchern. Vielleicht sollte ich mir die einfach wegdenken, dann passen auch die curryfarbenen Papierservietten …
Kurzer Abstecher zum Händewaschen in den Sanitärbereich. Ich bin begeistert! Sauber, aufgeräumt und nur ein dezenter Geruch von Desinfektionsmitteln.

Am Tisch liegt schon die Speisekarte. Da kommt doch das Gefühl von Abfertigung auf. Die Frage nach den Getränken beantworten wir mit einer großen Flasche Wasser und einem trockenen Rotwein. Die Auswahl fiel leicht, es gab nur einen offenen…
Der erste Besuch ist immer schwierig, was kann der Koch am besten, trifft er meinen Geschmack?? Wir entscheiden uns für die Gourmetplatte. Da ist eine ziemliche Bandbreite der Karte zu erleben. Vorab kommt ein Krautsalat sehr fein gehäckselt, dadurch ein wenig wässrig mit einer Tomatenspalte, etwas Eisbergsalat und 3 Maiskörner. Leider nur durchschnittliche Kantinenqualität. Die gebrachte Soße passt hervorragend zu Fleisch. Die Kräuterbutter mit einem wundervollen Curry Aroma wartete leider vergebens auf ein Stück angeröststes Brot.
Eine Warmhalteplatte und 2 Teller kommen in die Mitte.

Nach gefühlten 5 Minuten dann schon der Hauptgang. Eine riesige Platte mit Fleisch und Beilagen. In der Mitte liegt eine halbierte Zwiebel, in der stecken 2 Spieße. Na dann mal los, Anfangen mit dem Spieß und dem Reis.
Unglaublich lecker, feines Aroma des Schweinefleisches, nicht überwürzt und der Reis schmeckt einfach nur fantastisch. Es kommt eine leichte Euphorie auf. Haben wir ein tolles Restaurant entdeckt? Leider nicht, je weiter wir uns durch die Platte gegessen haben, je mehr kam der Eindruck eine Gourmand Platte auf dem Tisch zu haben. Die Krönung war das panierte Hähnchen oder Putenschnitzel. Da bin ich mir sicher ein Kantinen Convienience Produkt bekommen zu haben. Einfach nur gruselig.

Die Frage ob es zu viel war und der Rest eingepackt werden soll verneinten wir und sprachen die Empfindungen an. Es wurde uns geraten, das nächste mal eine andere Platte zu probieren. Hmmm, eine Platte mit Spargel im Januar? Haben wir bewusst nicht gewählt…

Zum Abschluss gab es noch für mich einen Espresso und für Sabine einen Cappuccino. Sehr nettes Angebot. Leider zog das den Abend noch einmal runter. Der Espresso roch nach Desinfektionsmittel, der Cappuccino war sehr wässrig. Mit 100% Sicherheit aus einem Vollautomaten.
Ja ich bin anspruchsvoll, manchmal auch extrem, Kaffee ist ein Hochgenuss und sollte nicht zu einem Massenprodukt verkommen. Auch aus einem Vollautomaten sollte es möglich sein, einen zumindest trinkbaren Kaffee zu bekommen. Ansonsten lieber die Maschine abbauen und in der Küche einen Mokka kochen lassen… Das hätte was ….

Wie ist das Fazit des Abends? Wir wurden freundlich behandelt, das Essen war von genial bis geht garnicht zu erleben. Das schreit nach einem zweiten Besuch. Dann aber lieber ein Tellergericht.

Kohenoor Restaurant & Lounge

Sonntag, 11.Dezember 2016, wir gehen zum Mittagsbuffet ins kürzlich eröffnete Restaurant Kohenoor in Bremen Burgdamm.
Bestimmt nicht der richtige Weg, ein Restaurant kennen zu lernen. Beim Buffet muss massenkompatibel und für den Chafing Dish zum warmhalten gekocht werden. Sonderwünsche gibt es nicht. Kann es nicht geben.
Dazu kommt ein Preis von nicht einmal 10 Euro für das Essen. Hmmm, kann eigentlich nichts dolles werden. Ich war noch nie in Indien, habe aber einen Freund, der als Pilot öfter in Mumbai ist und mir Gewürze mitbringt.
Daher bin ich mal gespannt, wie das Essen wird.
Die Begrüßung war sehr freundlich, die Frage nach der Reservierung konnten wir mit ja beantworten. Wir wurden an unseren Tisch begleitet und gefragt ob wir etwas zu trinken bestellen wollen. Eine Karte wurde nicht gereicht, machte aber nichts, es war ja eh Buffet. Das Königs Pilsener sollte zum Essen passen.
Das Restaurant ist farblich ansprechend und modern eingerichtet. Die Sanitärräume waren frisch und sauber.

Jetzt zum spannenden Teil: Wie war das Essen? Kurz zusammengefasst:
Die Suppe war nicht so meins, eine Sweet Corn Soup, also eine Zuckermais Suppe mit geringer kaum erkennbarer Würzung und TK Gemüse.
Das hausgemachte Naan Brot sehr gut. Es wurde auch immer nachgereicht.
Ich habe mir einen Teller zurecht gemacht, mit den Dips und ein Stück gebackenes Gemüse. In dem Fall ein Stück Zucchini.
Die Dips haben mich überzeugt, vor allen Dingen der Minze Koriander Dip.
Frisch und sehr leicht bekommt er noch einen unerwarteten zweiten Auftritt.
Das Beef Curry, eine Hausfrau würde Gulasch dazu sagen, war auf den ersten Bissen harmlos. Sehr schön mürbe von der Fleischkonsistenz mit einem tollen Aroma von Lorbeer. Hätte ich so nicht erwartet. Die Soße kam erst beim zweiten und dritten Bissen mit ihren Aromen um die Ecke. Mein Garam Masala aus Mumbai geht in die gleiche Richtung. Die Schärfe war im Ansatz vorhanden, am Nachbartisch wurde die Schärfe schon fast als zu viel beschrieben. So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Das nächste Fleischgericht war Hähnchen in Spinat. Das war sehr gut gelungen. Das Fleisch zart und saftig, der Spinat war trotz des etwas mutigeren Einsatzes von Ingwer und Korianderkörnern klar heraus zu schmecken. Der Basmatireis eignet sich anscheinend nicht für eine so große Menge und lässt sich nicht gut warmhalten. Er verliert seine Textur.
Die eigentlichen Helden am Buffet waren die beiden vegetarischen Gerichte. So stelle ich mir die ORIGINAL INDISCHE KÜCHE vor. Von den Bohnen bis zur Zucchini in den wirklich wundervollen Soßen, mit den Aromen Indiens…
Von den Gemüsen habe ich dann auch mehr gegessen wie ich wollte, so lecker war es mit dem Naan Brot dazu. Das Dessert war auch extrem lecker, eine Masse aus Nüssen, ???????, Ingwer, ???? zu kleinen Rauten geschnitten. Dazu passte der Minzdip den ich Eingangs erwähnte echt prima. Leider war zu viel los, sonst hätte ich mich mehr schlau machen können, woraus das Dessert bestand.
So, das war die erste kurze Zusammenfassung. Für ein Buffetessen war es sehr gut, zeigt aber nur Ansatzweise, was der Koch tatsächlich kann.
Das nächste mal gehen wir abends und bestellen aus der Karte. Dann kann in der Küche ohne Rücksicht auf die Masse echt indisch gekocht werden.
Daher: Fortsetzung folgt …

Update 17.12.2016:
Wie versprochen der abendliche Besuch. Wieder die freundliche Begrüßung.
Das Restaurant wird sehr gut angenommen, obwohl wir wieder sehr früh unterwegs waren gab es kaum noch freie Tische. Reservierung macht also Sinn.
Kommen wir nun zum Essen:
Vorab wurde Papadam mit den 3 bereits beschriebenen Dips serviert. Das dünne knusprige Brot aus Linsenmehl war super lecker mit einem nicht zu starken Aroma von Kreuzkümmel. Der heutige Minze Koriander Dip war etwas heller, hatte weniger Minze. Gefiel mir vorher besser, auch wenn es mit dem stärkeren Grün leicht künstlich wirkt. Für mich ist der Geschmack wichtiger …
Bei der Bestellung haben wir der Küche freie Hand gelassen, ein Gericht mit allerlei Gemüsen und ein wenig Hähnchen war der Auftrag. Dazu ein Mix Raita, das ist ein Naturjoghurt mit gehackten Tomaten, Gurken, Zwiebeln und der hauseigenen Gewürzmischung. Das macht die Geschmacksnerven wieder ruhig, falls das Essen sehr scharf ist. Das war hier allerdings nicht der Fall. Ich würde es als sehr mild bezeichnen. Hmmm, das war anders bestellt …
Daher die Antwort auf die Frage: Ist das so in Ordnung? Nein, das hat nicht genug Schärfe. Das war allerdings kein Fehler vom sehr aufmerksamen Service. Im Gegenteil, wurde doch neben den Schärfegraden mild, mittel oder scharf sogar nach eventuellen Unverträglichkeiten gefragt. Das war wohl der typische Alltagstrott in der Küche. Lieber weniger als zu viel gewürzt. Das muss sich noch einspielen. Wer echte indische Küche verlangt, der sollte sie auch bekommen. Für den Service kein Problem, kurzer Abstecher in die Küche und Schwupps 2 Schälchen mit scharfen Soßen auf den Tisch gestellt. Die grüne, würzig scharf mit ordentlich frischen Koriander, Ingwer und Chili. Super lecker!
Die andere bestand aus Chiliflocken und gerösteten Sesam in Öl. Auch gut.
Nun war es an mir, die richtige Abstimmung zu finden. Zu scharf macht keinen Sinn, da schnell die feinen Aromen der Soße untergehen.
Aber a bisserl Bumms darfs scho sein …
Der Basmatireis war heute deutlich besser wie am Sonntag. So konnten wir, uns immer kleine Portionen auf die Teller legend, mit der Schärfe experimentieren und in Ruhe genießen. Das ist der Vorteil, wenn das Essen in kleinen Töpfen auf einer Flamme serviert wird. Das Essen bleibt warm. Das Fleisch war auch heute wieder sehr saftig und aromatisch. Die Soße einfach nur genial.
Ich habe sogar die Töpfe mit dem Naan Brot ausgewischt.
Auch wenn es hier und da noch ein wenig hakt,
kann ich das Restaurant empfehlen? Klares Ja!
Eine besondere Empfehlung geht heute an alle Vegetarier. Endlich mal eine geniale Küche, wo das Gemüse die Hauptrolle spielt, und nicht nur als Beilage daher kommt. Ich werde in Zukunft wohl verstärkt die vegetarischen Gerichte auswählen. Bei den Aromen und der Textur empfinde ich selbst das sehr gut gebackene Fleisch als Störung in der Komposition. Habe ich das gerade wirklich geschrieben??? Kaum zu glauben, ich staune über mich selber…
Die schlechte Qualität der Fotos bitte nicht übel nehmen,
in Natura sieht es seeehr viel leckerer aus.

Restaurant Katerini in Bremen Aumund

24.9.2016, wunderbares Wetter, da fahren wir doch mit dem Fahrrad zum Griechen. Uuups, eine halbe Stunde zu früh da, da kommen doch Erinnerungen hoch an ein anderes griechisches Restaurant.
Aumund ist von Lesum mit dem Rad doch nicht so weit weg.
Die Begrüßung: Sehr freundlich, ein Tisch für 2 Personen?
Ja auf den Namen Pastler bitte.
Darf ich Sie an ihren Tisch führen? Gerne …
Na Holla, geht doch, jetzt muss nur noch das Essen gut sein.

Das Restaurant ist ein „typischer Grieche“ mit kleinen und großen gemütlichen
Nischen. Vor dem Essen erst mal den Gummigeruch der Fahrradgriffe von den Händen waschen. Prima, in der Sanitäranlage ist alles frisch und sauber,
dann kann es ja los gehen.
Wir bestellen eine große Flasche Wasser, einen halben Liter trockenen Rotwein, und vertiefen uns in die Karte.
Das Wasser und der Wein kommt, Vilsa Gourmet medium und ein Naoussa.
Die Idee einer Rotweinschorle lasse ich lieber, der Wein ist echt trinkbar. Einen Ouzo gab es auch, mild und schön kalt.

Ich nehme als Vorspeise Zaziki, dann die Katerini Spezial Platte. Auf meine Frage ob ich etwas verändern kann die Antwort: Klar, was denn bitte? Also lieber keinen Reis – Pommes ist genug, und da ich schon Zaziki habe, lieber eine scharfe Soße.
Wollen wir doch mal sehen, ob die Platte fit genug ist, den Namen des Restaurants zu tragen …
Sabine mit einem lächeln „nur“ Gyros.
Salat gibt es frisch in großer Auswahl vom Buffet. Prima, genau mein Ding. Sogar rote Beete und Kichererbsen geben sich die Ehre. Nudel und Kartoffelsalat? Wer es mag kann auch da zulangen. Herrlich, endlich mal nicht den süßen Krautsalat sondern sehr frisch mit einer säure betonten Note. Die zur Verfügung stehenden Dressings brauche ich nicht.
Der Zaziki ist dezent gesalzen, mit genau der richtigen Menge Knoblauch und ich denke Creme Fraiche. Dadurch schmeckt er sehr cremig, fast schon sahnig.
Der Hauptgang kommt – OK, da muss Sabine mir helfen … Vielleicht daher das lächeln? War sie schon vorab informiert???

Wie hat es geschmeckt? Fange ich doch mal an …
Das Rumpsteak war von der Konsistenz noch OK.
Beim Geschmack war eine Note, die ich nicht zuordnen konnte.
Hmmm, Momentaufnahme? Tagesform? Weiter gehts.
Das Souvlaki genial. Butterzart, dezent gewürzt, leichtes Grillaroma.
Das Bifteki ( meist eine trockene überwürzte Nummer ) kurz gesagt nahezu perfekt!
Das Lammkotelett auf den Punkt gegrillt, und endlich mal den Fettrand nicht vorher abgeschnitten. Dadurch ein tolles, saftiges Aroma. Danke !!!
Gyros… Muss man ja auch probieren… Der geneigte Leser weiss, das ich kein totgegrilltes, verbranntes Fleisch mag. Hier? Ein Meister seines Faches am Drehspieß!!! Der erste Bissen war eine Offenbarung.
Die extrem krosse Kruste, weiches, aromatisches Fleisch, dezent gewürzt, mit genau dem richtigen Fettanteil. Hammergenial.
Reis habe ich abgewählt, probiere ich beim nächsten Besuch. Wie waren die Pommes? Lecker mit einem Hauch von Paprika, am Nebentisch gab es sie nur mit Salz. Ist das je nach Gericht anders? Werde ich noch herausfinden. Toll frittiert, sogar die am Ende übrig gebliebenen ( mehr ging wirklich nicht )
waren, mittlerweile kalt geworden, nicht labschig.

Fazit? Muss ich ein Steak oder ein Filet haben, wenn die „einfachen“ Fleischstücke so zubereitet werden? Klares Nein !!!
Ab sofort bin ich Fan von Gyros und Bifteki. Das hätte ich vor diesem Abend auch nicht geglaubt. Die Rechnung kommt in Begleitung eines weiteren Ouzos, die Änderungen haben sich nicht auf den Preis ausgewirkt. Der Abend war mit 44 Euro auch noch preiswert zu nennen.

Gibt es eine Empfehlung? Jau, eine dicke !!!

Update 3.12.2016:
Der Reis ist sehr lecker, tomatig mit einer sehr dezenten Säure und nicht überwürzt. Dadurch harmoniert er perfekt zu dem Fleisch. Heute schwebte eine Fischplatte an mir vorbei an den Nachbartisch. Duftete echt lecker. Ich musste mich ernsthaft zusammenreissen um nicht nach einen Probebissen zu fragen.
Nachdem wir jetzt schon diverse Abende in dem Restaurant verbracht haben kann ich die Leistung besser beurteilen. Es gibt wie überall wo Menschen arbeiten so etwas wie eine Tagesform. Das trifft allerdings nur für die Küchencrew zu. Hier gab es wenige gute, einige sehr gute und dann noch die herausragende Tage …
Bemerkenswert oder? Es war immer mindestens gut!
( Ihr kennt mich, ein gut von mir ist schon etwas besonderes )
Der Service war immer super nett, aufmerksam und sehr zuvorkommend.
Kennt Ihr das Gefühl nach einem Restaurantbesuch satt und zufrieden nach Hause zu fahren? Im Hinterkopf schon an den nächsten Besuch zu denken?

Griechisches Restaurant Katerini

Restaurant Tendüre

Das Restaurant Tendüre in Bremen ist mittlerweile eine Institution geworden. Wer so lange erfolgreich bestehen kann muss schon gut sein. Ist das so? Jeder Restaurantbesuch ist immer eine Momentaufnahme, hier der Abend des 19.5.2016.

Wir haben einen Tisch für 4 Personen reserviert. Der Empfang war sehr freundlich und zuvorkommend. Kurzfristig haben wir uns entschieden, auf der Aussenterrasse zu essen. Kein Problem hieß es, wenn es zu kalt wird können wir jederzeit ins Restaurant umziehen. Die Beschreibung des Restaurants lasse ich daher hier mal aus. Die Karte wird gebracht mit der Frage nach den Getränken. Da wir alle noch fahren müssen ist das schnell geklärt, wir bleiben bei Wasser. Die Entscheidung für das Essen ging auch zügig, es wurde das Menü 2 aus der Abendkarte.

Menü 2 (3 Gänge)
Mezeteller (gemischte Vorspeise, kalt und warm)
Hauptgericht Filet Teller
Rinderfilet, Lammfilet und Putenfilet auf einem Tonteller gegrillt, mit Tomaten und Paprika
Dessert nach Türkischer Art

Der Vorspeisenteller schickte uns schon mal auf die Reise in die Türkei, Börek mit Schafskäse gefüllt, Hummus, Weichkäsepürree, Fladenbrot, Salat von kleingeschnittenen Tomaten, Gurken, Petersilie, Zwiebel, usw. usw.

Beim bringen der Vorspeisen kam der Hinweis auf Nachschlag wenn gewünscht … Brauchten wir aber nicht, es war echt genug. Kurze Pause, Wasser wurde nachgeschenkt,  das Hauptgericht kam in einer sehr heissen Tonpfanne. Filets vom Lamm, Rind, Hähnchen und Pute. Dazu in der Pfanne Tomate und grüne Paprika. Als Beilage ein frischer Salat und rote Zwiebeln mit Sumac und Petersilie.

Die Filets waren durchgebraten aber nicht trocken. So kenne ich es aus der Türkei. Dort habe ich nie etwas in medium oder rare bekommen. Gewürzt mit wenig Salz und einer eigenen Kräuter Mischung ganz lecker. Der große Vorteil ist, das die Fleischstücke lange heiss bleiben. Den Teller habe ich nicht gebraucht, den Bulgur habe ich lieber mit in die Tonpfanne gegeben. Dadurch hat er auch die Temperatur behalten und das gewürzte Öl aufgenommen. Auch hier wieder der Hinweis, das wir uns nur kurz melden sollen, dann gibts Nachschlag.

Eigentlich waren wir danach schon satt, aber ein Dessert geht immer. Heute gab es leckeren Joghurt mit Honig und frischen Früchten. Dazu ein Topf mit gebackenem Griesbrei. Pinienkerne im Griesbrei? Dann noch mit Käse überbacken und süß? Seeeehr lecker !!! Darf ich noch etwas bringen? Vielleicht eine Scheibe Wassermelone? Oder ein Eis? Eigentlich gerne, aber wir sind Pappsatt. Nein stimmt nicht, wir sind satt, aber genau richtig…

Fazit des Abends? Leckeres Essen, netter aufmerksamer Service, eine kleine Türkeireise, bei der sogar fast das Wetter mitgespielt hat. So kommen wir gerne wieder!

Restaurant Tendüre

 

Ristorante DERADA

Die letzten Urlaubstage klingen aus … Mittagstisch im Ristorante DERADA Donnerstag der 15. Oktober. Auf der Tageskarte wird unter anderem Pizza angeboten. Steinofen, dünner krosser Boden, das muss schmecken! Also gleich zweimal bestellt. Vorab kommen kleine selbst gebackene Pizzabrötchen mit dreierlei Dips. Getrocknete Tomate in Olivenöl aufgemixt, Mayonaise mit Sellerie ( hört sich komisch an – schmeckte aber klasse ) das dritte war die leckere Thunfischsoße vom Vitello Tonnato. Die Pizzen kommen …. Ich weiss jetzt schon, das wir das nicht schaffen werden! Die Pizzen kommen auf einem 30er Teller und schwappen noch locker ringsrum 5 cm über. ( kurzer Blick in die Küche: Jau, es gibt Pappschachteln zum mitnehmen).

Viel wichtiger: Wie schmeckt es? Genial, die Tomatensoße schmeckt wirklich wie in Italien, der Rand ist frei und knusprig. Der Thunfisch ist von guter Qualität und nicht zu viel. Dazu die Zwiebeln und der Mozzarella. Kurz vorm Servieren kam noch der Ruccola drauf. So bleibt er frisch und knackig. Leider habe ich weder Kamera noch Handy mitgehabt, daher keine Fotos. Die Hälfte haben wir geschafft, der Rest kommt mit nach Hause.

Heute ist der 16.Oktober 2015, nachdem wir gestern so toll gespeist haben nun der zweite Versuch. Beim Reinkommen habe ich gleich wieder das Gefühl von einer netten, freundlichen Umgebung. Der Service ist freundlich, und aufmerksam. Auch heute kommen wieder die Brötchen. Statt VT ist diesmal eine Petersiliensoße dabei. Die gehört zur Calzone und ist so lecker, das ich nur deshalb eine bestellen würde. Heute sind wir aber für Nudeln gekommen. Auf der Tageskarte werden Orichiette mit Rind angeboten, nehme ich! Sabine entscheidet sich für Cannelloni. Die Oricchiette sind sehr al dente, ich hätte sie vielleicht ein klein wenig länger im Wasser gelassen. Geschmacklich klasse. Die Rinderstreifen wurden scharf angebraten, frische Tomatenwürfel, Zwiebeln und knackiger Brokkoli mit den Nudel durchgeschwenkt. Das ganze eher mild gewürzt – Pfeffer und Salz aus der Mühle wurde dazu gereicht, ebenso der frisch geraspelte Parmesankäse. Die Portion war so groß, das ich sie gerade geschafft habe.

Sabine war mit ihren Cannelloni mehr als zufrieden. Gefüllt mit Ricotta und Spinat, in der leckeren Tomatensoße, die uns schon auf der Pizza so gut geschmeckt hat, mit Käse überbacken und brüllend heiß. Al Forno halt …

Wie schon gestern auch heute für mich einen Espresso, für Sabine einen Cappuccino. Wer mich kennt, weiß, wie kritisch ich in Sachen Kaffee unterwegs bin. Hier werde ich ohne Espresso nicht raus gehen!

Was kostet der ganze Spaß? Kleines Geld, gestern waren es für uns beide 18,40 Euro – heute 25 Euro. Wie ich gerade sehe stehen die Caffés nicht mal auf der Rechnung. Da muss ich mich unbedingt beim nächsten Besuch bedanken.

Ristorante DERADA bekommt von mir eine dicke Empfehlung !!!

 

 

Asiana Grill Fondue

13. Oktober 2015, wir sind gerade aus dem Urlaub zurück. Der Großeinkauf steht an, mittags noch keine Lust zum kochen. Daher gönnen wir uns den Mittagstisch im Restaurant ASIANA in der Bremer Heerstraße 51. Auch bekannt unter „Stadt London“ So hieß schon zu Urzeiten das Gebäude. Das Restaurant hat einen neuen Besitzer ( glaube ich ) Zumindest wurde aussen und innen renoviert.

Die Mittagskarte ist sehr groß und bietet viel Auswahl. Das teuerste Gericht steht mit 7,90 Euro in der Karte, ein alkoholfreies Becks kostet 2,50 Euro. Das passt doch schon mal. Die Inneneinrichtung ist modern und gradlinig. Tischdecken waren nicht eingedeckt.

Unsere Entscheidung: M11, Ente und Gai Yan: Knusprige Ente und gegrilltes Hühnerfleisch. M14, gebratenes Rindfleisch mit frischem Gemüse in Pfeffersoße. Als Vorspeise nehmen wir die Süß saure Suppe.

Die Suppe kommt genauso schnell wie das Becks. Sieht aus wie immer. Schmeckt aber unerwartet lecker. Koriander und grüne Currypaste meine ich zu schmecken. Nicht Übel … Die Hauptgerichte kommen, ich glaube es kaum, 2 riesige Teller stehen vor uns mit einer sehr großen Portion. Geschmacklich überzeugen beide Gerichte. Unter der Ente, die wirklich knusprig und lecker war, frische Sprossen und Zwiebeln aus dem Wok. Das Huhn war geschmacklich gut, aber die Qualität eher mittelmäßig. Die Soße war eher süß als sauer – da tippe ich mal auf ein Fertigprodukt. Das Rindfleisch  toll, die Gemüse knackig, der Pak Choi genial, die Soße super. Der Reis ( bei beiden Gerichten ) perfekt gegart und lecker. Der Service kämpft noch mit dem internen Ablauf, selten kommen die Gerichte gleichzeitig und richtig an den Tisch. Vielleicht war deshalb auch der Reis und das Geflügel nur noch warm. Die Teller waren auch nicht gewärmt, so wurde das Essen dann doch sehr schnell kalt. Schade drum. Nach dem Hauptgang wurde eine Kugel Vanilleeis gereicht. Gute Qualität und richtig temperiert. Serviert in einer Stahlschale, erinnerte mich an die Jugendzeit in der Eisdiele.

Die gebratenen Nudeln sahen auch gut aus, die Portion hätte locker für 2 Werftarbeiter gereicht. Viele Gäste haben sich „den Rest“ einpacken lassen.

Fazit: Leckeres Essen, riesige Portionen. Mein Traum wäre es, die Portionen kleiner zu machen, die Fleischqualität zu verbessern und heisse Teller zu verwenden. Das Potential der Küche ist hoch. Wenn ich mich aber unter den Gästen umgeschaut habe, scheint es genau so wie es ist zu funktionieren. Riesige Portionen für kleines Geld, da wird von den Gästen nicht mehr auf die Qualität geschaut.

Restaurant Orpheas Bremen Burg

Sonntag Abend am 22.3.2015, wir sind mit unserem Küchenumbau gut voran gekommen. Jetzt haben wir Hunger, aber sind zu erledigt um jetzt noch zu kochen. Allerdings soll es schon sehr lecker sein, daher keine Experimente. Kurzer Anruf bei Orpheas, in einer Stunde ist wieder etwas frei. Prima, passt doch, duschen, umziehen und ein Frischluftspaziergang…

Nach der freundlichen Begrüßung setzen wir uns an den mit einer Stoffdecke frisch gedeckten Tisch. Die Rose duftet noch,die Kerze wird angezündet. Die Frage nach den Getränken beantworten wir mit trockenen Weisswein und einer großen Flasche Wasser. Der Ouzo kommt, das Wasser ist herrlich, jetzt merke ich, das ich den ganzen Tag zu wenig getrunken habe. Das Restaurant ist immer noch gut gefüllt, die ersten Tische werden wieder frei. Es läuft leise griechische Musik im Hintergrund, eine Unterhaltung ist möglich ohne laut zu werden. Heute werde ich wieder die 96 essen, den Parthenon Teller mit Rinderfiletsteak, Lammfilet, Leber, Giros und Speck. Dazu einen Bauernsalat. Den Reis lasse ich weg, auf die Frage was ich statt dessen haben möchte sage ich, etwas mehr Salat. Ist doch prima und sehr Aufmerksam, nicht einfach nur den Reis weglassen, sondern dem Gast eine Alternative bieten. Die Filets medium? ja bitte… Das Wasser geht zu Ende, also besser gleich die zweite Flasche Wasser geordert. Und einen weiteren Ouzo, wir sind ja zu Fuß unterwegs. Der Bauernsalat ist frisch, gut angemacht mit einem leckeren Schafskäse. Das Restaurant hat sich mittlerweile wieder gefüllt. Nicht schlecht für einen Sonntag.

Mein Essen kommt mit herrlichem Grillaroma. Die Filets sind tatsächlich medium, wie schon erwähnt, keine Kompromisse. Mein anerkennendes Kopfnicken beim ersten Bissen wir durch den Service mit einem breiten Lächeln quittiert. Daumen hoch, das braucht es keine Frage oder Antwort.

Bevor ich jetzt ins Schwelgen komme lieber das Fazit: Ich freue mich schon auf den Sommer auf der Aussenterrasse mit Lesumblick. Werde ich etwas anderes probieren? Ganz bestimmt nicht, warum sollte ich ??????

Restaurant Orpheas, Burger Heerstraße 50, 28719 Bremen, 0421 – 64 40 166

Restaurant Sparta in Bremen Lesum

Freitag der 19.12.2014, wir treffen uns mit Freunden um mal wieder griechisch essen zu gehen. Wir haben einen Tisch bestellt für 19:15 Uhr, sind aber etwas früher da.

Die Begrüßung ist eher merkwürdig, erst ein guten Abend, einen Moment bitte von einer jungen Dame, dann nach kurzer Wartezeit die Ansprache eines Herren im Kasernenton: Haben Sie reserviert?  Wir sind ziemlich verdutzt und sagen ja…  Auf welchen Namen?? Wieder dieser Kasernenton. Eigentlich bin ich damit schon bedient und möchte lieber gehen.

Anyway, wir haben Hunger.

Dann kommt noch eine bessere Ansprache! Sie sind zu früh !!! An den Kasernenton haben wir uns ja jetzt schon gewöhnt. OK, eine Viertelstunde zu früh – wo ist das Problem bei noch 8 freien Tischen??? Es gibt doch eh keine Tischwahl, wie uns bei der Reservierung erklärt wurde.

Nachdem der Feldwebel mehrfach in seinem Reservierungsbuch durch die Seiten geblättert hat zeigt er sich von seiner gnädigen Seite und bringt uns an einen Tisch. Also ganz ehrlich, jetzt muss das Essen aber spitzenmäßig sein.

Ich gehe jetzt lieber nicht auf die Athmosphäre des Restaurants ein, eine Unterhaltung am Tisch war ohne schreien nicht möglich. Die Lautstärke im Restaurant ist mit der großen Halle im Bremer Hauptbahnhof zu vergleichen. Deshalb also die Stöpsel im Ohr der Kellner für die Sprechanlage oder Telefon oder was weiss ich wofür…

Das Essen war für einen Standard Griechen soweit ok, das Souvlaki war nicht richtig zart, die Leber war gut gebraten, aber dann unter den anderen Fleischstücken begraben. Dadurch war sie nur noch weich und schwabbelig. Das Bifteki wie fast überall überwürzt. Die Lammkoteletts am Knochen so gerade eben durchgegart – ansonsten schon zu trocken. Die Pommes erst kross, aber nach 3 Minuten nur noch weich und latschig.

Ich bin vielleicht ein wenig zu anspruchsvoll, aber wenn ich sehe was in dem Restaurant los war, kann ich kaum glauben, wie die Gäste sich so abfertigen lassen.

Was erwarte ich von einem griechischen Restaurant? Als Ansprache vielleicht ein Hallo schönen guten Abend, auf welchen Namen haben Sie reserviert? Prima, darf ich Sie an Ihren Tisch begleiten? Eine nette Athmosphäre mit vielleicht sogar griechischer Musik? Die Küche macht keine Experimente, die Karte ist immer gleich. Daher erwarte ich auch, das die Gerichte ordentlich auf den Tisch kommen. Das war hier nicht gegeben. Vielleicht lag es daran, das kurz vor Weihnachten viel los war? Nein, das Restaurant ist immer so gut wie ausgebucht. Ich frage mich warum? Wohnen in Bremen Nord nur Masochisten, die sich nur so wohlfühlen? Ich habe mir mit dem Bericht ein paar Tage Zeit gelassen, um meinen Ärger abzuregen. Hat leider nichts genützt. Ich bin jetzt beim schreiben genau so bedient wie nach dem Restaurantbesuch!

Daher von mir ein absolutes Nein!!! Keine Empfehlung.

 

 

Restaurant Kränholm

18.6.2014, heute führe ich Sabine mal nicht am Samstag zum Essen aus …

Ich habe einen Tisch bestellt im Restaurant Kränholm in Bremen Lesum.                       Das Restaurant ist sehr modern und edel eingerichtet. Überall hängen tolle Bilder an den Wänden, Skulpturen warten auf den neugierigen Betrachter. Der große Garten ist sehr gepflegt und schön an zu sehen. Das Restaurant ist Barrierefrei.

Wir brauchen keine Karte, es gibt für uns ein Überraschungsmenü…

Zur Begrüßung gibt es einen leckeren Winzersekt, frisches Brot und so etwas wie Obatzder. Eine Mischung aus Butter, Camembert Käse, Kräuter, Salz und etwas Kümmel. Ein Topf mit Fleur de Sel steht zur Selbstbedienung bereit. Der Tisch ist liebevoll eingedeckt und nicht überladen. Es ist Mittwoch, die Fußball WM läuft, trotzdem ist das Restaurant gut besucht.

Der erste Gang kommt: Eine Burrata, so ziemlich das beste was man aus „Mozzarella“ machen kann. Sie kommt in einem Kranz aus feinen Ruccolablättern und Sprossen. Dazu konfierte Tomaten und ein Tomaten Espuma. Auf die Burrata wurde Fleur de Sel gestreut, das schmeckt lecker und knuspert schön. Der Pinot Blanc AOC Elsass-Domaine Mure ist sehr leicht, fast schon eine Weinschorle. Da passt das Medium Wasser prima. Toll ist auch, das die Wassergläser groß sind und einen dünnen Rand haben.

Nach einer kurzen Pause, neue Gläser, neuer Wein: Ein Sauvignon Blanc Q.b.A Traisental-Weingut Huber. Der passt prima zu dem Zwischengang: Gegrillte Jakobsmuschel und Garnele auf Pinienkernrisotto und Krustentierschaum. Wie zu erwarten war, sowohl die Garnele und auch die Jakobsmuschel, perfekt gegart. Das Piniekernrisotto war ein echter Burner!! Perfekte Konsistenz, mit einem Hauch Zitrone abgeschmeckt. Die Tomate entpuppte sich als Wassermelone. Wow, unerwartet! Lecker fruchtig, mit einer Konsistenz die eher an Honigmelone erinnert. Die Melone wurde gegrillt ergab meine Nachfrage. Wieder mal eine „Kleinigkeit“ die für eine Überraschung sorgt.

Die zweite Flasche Wasser geht in die Gläser, weiter geht es mit dem Kabeljau. Der war kross auf der Haut gebraten, an sautierten Pfifferlingen mit gegrilltem Pancetta Speck. Am Tisch wurde dann der Teller mit einer Pfifferlingssuppe aufgefüllt. Schade, das ich den Duft nicht mit übertragen kann. Der Fisch war für mich einen Tick zu sehr durch, ich mag es sehr glasig. Allerdings würden die meisten Gäste den Fisch dann wohl als noch roh zurück gehen lassen. Von daher alles gut … Der Wein, ein klassischer Gavi DOCG Cà Bianca Piemont Tenimenti mit seiner eleganten Frucht und wenig Säure harmonierte prima mit den Pilzen, den dominanten Zutaten des Ganges. Auf die Frage vom Service: „Eine etwas längere Pause?“ kam ein klares Ja, gerne …

Hmmm, war das zu deutlich? Sehen wir schon gesättigt aus? Es gibt als weiteren Zwischengang ein kleines Sorbet von der Mango. Die Fruchtigkeit wie frisch eingeflogen. Hammer, diese Konsistenz! Also tut in der Küche auch ein Paco Jet seinen Dienst.     Diese Cremigkeit und Luftigkeit ist sonst nicht zu machen. Lecker!!!

Plötzlich kommt aus der Küche ein Duft, der mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Der Duft von gegrilltem Fleisch!! Ich weiss, das in der Küche ein Josper Grill installiert ist, und hoffe das ist für uns. Kurz darauf wird der Wunsch Wahrheit: Eine dicke Scheibe Roastbeef liegt auf meinem Teller, mit Süßkartoffel Püree und gratinierten grünen Spargel. Der Spargel ist mit einem würzigen Käse überbacken, das Fleisch schön durchwachsen und natürlich medium gegart. Mit einem Aroma ….. Das kann nur ein Grill.

Die Süßkartoffel ist nicht so mein Ding, egal, das Fleisch war so mächtig, das ich eh schon sehr gut gesättigt bin. Da lehne ich mich doch lieber zurück und genieße den Wein: Eine Cuvèe Grenache, Syrah & Mourvedre Languedoc-Chateau de Flaugergues.

Nach einer deutlich längeren Pause kam dann noch das Dessert, eine Variation von diversen Leckerlis aus der Patisserie. OK, ich gestehe, ich habe noch von allem probiert. Das ich nicht geplatzt bin habe ich nur dem Portwein zu verdanken …

Auf den üblichen Kaffee habe ich diesmal verzichtet, da ich keinen Kaffee aus einen Automaten trinke. Da mache ich mir lieber zu Hause einen Espresso mit meiner Maschine. Da bin ich verwöhnt und sehr anspruchsvoll, so hat eben jeder seine Macke …

Wie sieht das Fazit des Abends aus? Wir sind wohlgenährt und glücklich nach Hause gelaufen, haben unterwegs noch einmal das Menü rekapituliert, den Preis für Essen und Getränke berücksichtigt, und sind zu dem Ergebnis gekommen, das wir das wiederholen müssen !!!

Also gibt es von mir eine klare, unbedingte Empfehlung für einen Besuch.

 

Restaurant Geerdes am Sendesaal

15. Mai 2014, die Canadierin CARACOL tritt mit ihrer Band im Sendesaal auf. Was liegt näher, als vor dem Konzert noch etwas zu Essen und einen Wein zu genießen…

Praktischerweise ist direkt neben dem Sendesaal ein Restaurant. Glücklicherweise ist es noch früh, denn wir haben nicht reserviert und bekommen noch einen Tisch. Das Restaurant ist modern eingerichtet, nett eingedeckt mit Stoffservietten und echten Blumen. Die Tische sind nicht zu eng aufgestellt, so kann man sich unterhalten ohne das die Nachbartische alles mithören müssen. An der Wand hängt eine Schiefertafel mit der handgeschriebenen Tageskarte. Mich lockt der Zander, Sabine möchte Knipp. Ich schaue noch kurz in die Karte und bestelle vorweg Bruschetta, eine große Flasche Wasser und einen halben Liter Sauvignon Blanc.

Wasser und Wein kommen zügig, der Wein kälter wie das Wasser – prima…

Die Bruschetta kommt, eine ordentliche Portion, gut das wir uns eine teilen. Das Baguettbrot ist schön kross getoastet, die Tomaten abgezogen und fein gewürfelt. Ungewohnt, aber lecker ist die Variante mit Parmesankäse und Pinienkernen, unter dem Salamander gratiniert. Das legt die Messlatte doch gleich hoch.

Der Hauptgang kommt und sieht schon mal gut aus. Fangen wir mit Sabines Knipp an. In diesem Fall waren es drei wundervoll knusprig ausgebratene dünne Scheiben mit einem Spiegelei drauf. Eine tolle Idee, da hat man einfach mehr von der Kruste. Darunter versteckten sich die Bratkartoffeln. Lecker braun angebraten, aussen kross und innen noch schön saftig. Dabei nicht vor Fett triefend. Der Schinkenspeck und die Zwiebeln. nicht verbrannt weil sie erst kurz vor Schluss dazu gegeben wurden. Super, so soll es sein. Wie ist das Ei gebraten? Sabine sagt nichts, hebt nur kurz mit der Gabel das Ei hoch und zeigt die hellbraune Kruste unter dem Ei und das noch flüssige Eigelb. Die Gurken zum Fächer aufgeschnitten – sieht einfach besser aus und schmeckt ihr prima.

Nun zu meinem Zander. Eigentlich ganz einfach, aber meistens nicht. Ich erwarte den Fisch in der Mitte noch leicht glasig. Wenn man mit der Gabel herangeht sollte man den Fisch aufblättern können. Das ist hier sehr gut gelungen. Den hat der Koch auf der Haut gebraten, nur kurz gedreht und am Pass garziehen lassen. Der Fisch lag auf einem Tomatengemüse. Die säuerlichen Tomaten harmonisierten gut mit den süßlichen roten Zwiebeln, der Lauch gab die Abrundung für die Mitte. Der Safranschaum war wirklich ein Schaum. Der hatte eine Leichtigkeit, fast schon eine Frische. Nix mit bitter. Dazu hätte ich mir lieber ein paar hausgemachte Bandnudeln gewünscht, und nicht so profane Kartoffeln. OK OK, ich gebe es zu, ich jammere auf hohem Niveau. Es war ja ein Gericht aus der Konzertkarte und nicht aus der Abendkarte. In Summe bin ich sehr zufrieden.

Geht noch ein Dessert? Bei mir immer… Ich entscheide mich für die hausgemachte Panna Cotta. Ganz einfach … Nur gekochte Sahne mit ein wenig Zucker, Gelatine und Vanille…  Falsch, die beste Panna Cotta habe ich in Italien am Gardasee in der Villa Susy bei dem Herrn Veronesi gegessen: Schneeweiß, weil die Vanille im Teebeutel mitgekocht wurde und so zart, das ein Löffel fast durch sein Eigengewicht einsinkt. Das ist der ultimative Maßstab. Alles Bitten und Bestechen hat nicht geholfen, das Rezept hat er nicht verraten. Ich sehe heute noch sein breites Grinsen wenn ich beim genießen seiner Panna Cotta die Augen verdreht habe.

Wo waren wir? Ach ja, beim Dessert. Also, die Panna Cotta im Gerdes war gut, nicht zu süß und von einer cremigen etwas zu festen Konsistenz. Es waren sehr viele kleine Punkte in der Sahne, die Farbe ging eher ins leichte Braungrau. Das sah fast wie gemahlene Vanilleschote aus, oder gekocht im Thermomix und dann auf höchster Stufe aufgemixt. Das ausgekratzte Mark ist eher schwer und sinkt bei der Panna Cotta nach unten. Ja ich weiss, ich jammere schon wieder… Die Panna Cotta war so gut, das die Schokoladensoße da drauf nicht hätte sein müssen, oder besser nicht sein dürfen.

Vielleicht ist es nur Gewohnheit? Warum muss ein tolles Gericht, selber gekocht, mit einem Convienience Produkt „aufgehübscht“ werden? Die Bruschetta war prima, ohne die Balsamikoreduktion – ebenso die Panna Cotta ohne die Schokosoße.

Kommen wir zum Fazit des Abends: Ein aufgeweckter Service, eine ambitionierte Küche, tolle frische Produkte, eine kleine Karte, die es möglich macht die Produkte wirklich frisch vor zu halten. Die Preisgestaltung? Würde ich als Ehrlich bezeichnen. Bruschetta kostet 5,50 Euro – bei der Arbeit dahinter ( nur mal an das Abziehen der Tomaten denken ) ist das günstig. Der Zander geht mit 14,50 Euro auch voll in Ordnung. Das Knipp für 9,50 Euro ist glaube ich bewusst unter die 10er Linie gehalten worden. Ein schöner Vergleich ist immer auch der Getränkepreis. Beim Griechen kostete letztes Mal die Flasche Wasser auf einer Papierdecke glatte 5 Euro – hier nur 4,30 Euro an einem super eingedeckten Tisch.

Restaurant Geerdes am Sendesaal, die Empfehlung von mir für einen musikalischen Abend, oder im Sommer ein leichtes Essen und ein guter Wein auf der Terrasse…